Eventim update vom 20.05.2020

Lieber Geschäftspartner,
 
wie bereits angekündigt hat die Bundesregierung auf die dramatische Situation im Live Entertainment durch die COVID-19-Pandemie reagiert und ein Gesetz für eine Gutscheinregelung verabschiedet (nachfolgend der Einfachheit halber COVID-19 Gesetz genannt). Dieses berechtigt einen Veranstalter einer Musik-, Kultur-, Sport- oder sonstigen Freizeitveranstaltung, die wegen der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden konnte oder kann, dem Inhaber einer vor dem 8. März 2020 erworbenen Eintrittskarte anstelle einer Erstattung des Eintrittspreises einen Gutschein auszuhändigen. Sofern Gutscheine bis zum 31. Dezember 2021 nicht eingelöst wurden oder im Einzelfall der Verweis auf den Gutschein wegen der persönlichen Lebensumstände nicht zumutbar ist, kann der Ticketinhaber die Auszahlung des Gutscheinwertes verlangen.

 

Reservix update vom 19.05.2020

Die wichtigsten News für Vorverkaufsstellen haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Die Rückabwicklung läuft an
Wir wissen, dass Sie aktuell viele Kundenanfragen erhalten. Eine der wichtigsten Fragen für Sie ist bestimmt "Was kann ich meinen Kunden sagen?" Die Ticketkäufer sind aus unserer Erfahrung sehr verständnisvoll, wenn wir ihnen die Abläufe im Hintergrund erläutern:

Da Reservix nicht selbst Veranstalter ist, können wir die Entscheidung, ob eine Veranstaltung stattfindet, verlegt oder rückabgewickelt wird, nicht eigenständig treffen. Wir müssen diesbezüglich über 7.000 Veranstalter kontaktieren und die Modalitäten individuell abfragen. Erst wenn uns der Veranstalter die auszuzahlenden Gelder zurückerstattet hat, können wir unseren Vorverkaufsstellen die Freigabe zur Stornierung der Tickets erteilen.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle aktuell rund 30.000 abgesagten oder verlegten Veranstaltungen zu bearbeiten und zur Rückabwicklung freizugeben. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Gesetzliche Gutscheinregelung
Die Veranstaltungsbranche hat lange darauf gewartet, nun ist sie da. Die Gutscheinregelung der Bundesregierung wurde am vergangenen Freitag, 15.05.2020 beschlossen und ist unmittelbar in Kraft getreten. Damit hat der Veranstalter die Möglichkeit zu entscheiden, ob der Ticketbetrag abgesagter Veranstaltungen an den Ticketkunden ausbezahlt wird oder ob er ersatzweise einen Gutschein über den Betrag erhält.

Wir sind mit der praktischen Umsetzung der Gutscheinregelung im Reservix-System in den letzten Zügen. Derzeit legen wir die “Covid-19-Gutscheine” für alle Veranstaltungen an, die im Auftrag des Veranstalters als Gutschein rückabgewickelt werden. Im Anschluss daran ist es soweit: Sie können anstelle des klassischen Stornos einen Gutschein über den ursprünglichen Ticketwert für Ihren Ticketkunden ausstellen. Sobald die Erstellung der Gutscheine für unsere Vorverkaufsstellen erfolgen kann, kommen wir - spätestens Anfang Juni - mit den Details auf Sie zu.

 

hier einige Auszüge aus der Musikwoche

19.05.2020
Bei einem virtuellen Panel, das die ILMC-Veranstalter vom Magazin "IQ" jüngst auf Facebook und YouTube ausrichteten,glaubt Jim King, CEO of European Festivals bei AEG Presents, dass die Corona-Krise den Festivalbereich solange weiter in Mitleidenschaft ziehe, bis ein Imptstoff gefunden werde.
"Ich zweifele ganz stark daran, dass irgendwelche Liveveranstaltungen in diesem Jahr stattfinden können, und zweifle in gewissem Umfang auch daran, dass dies im ersten Quartal 2021 der Fall sein wird", so King, der sich vor allem um die Dienstleister Sorgen macht, wenn eine Anzahl unabhängiger Festivals aufgeben müsste. Allerdings sieht King auch, dass Künstlergagen sinken werden, wenn Mitarbeiter und Dienstleister weniger Geld bekämen. Das gelte nicht für Festivals, sondern auch fürs Tourneegeschäft.

18.05.2020
Wegen der Corona-Krise sollen rund 2100 der weltweit insgesamt 10.500 Mitarbeiter von Live Nation in einen Zwangsurlaub gehen. Die Maßnahme ist Teil des Pakets, mit dem der Konzern 600 Millionen Dollar sparen will.

18.05.2020
Peter Maffay wendet sich im Namen von verschiedenen Musikern und Bands an die Bundeskanzlerin, den Finanzminister und die Bundestagsabgeordneten. In einem Brief erklärt er, dass Musik nicht am Ende der Hilfsmaßnahmen stehen dürfe.


 

Eventim update vom 15.05.2020

Lieber Geschäftspartner,
 
am 14. Mai 2020 wurde der Gesetzesentwurf zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht vom Bundestag beschlossen. Nach Bestätigung des Beschlusses durch den Bundesrat heute und Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten wird das Gesetz nach Abdruck im Bundesgesetzblatt rückwirkend in Kraft treten.
 
Um die Gesetzesanforderungen technisch erfüllen zu können, arbeiten wir bereits unter Hochdruck an dem Rollout der EVENTIM.Sales Funktionalität der Rückabwicklung als Veranstaltergutschein, sofern der Veranstalter dies wünscht. Details dazu kommunizieren wir zeitnah an den üblichen Verteilerkreis.
 
Ebenfalls sehr zeitnah kommen wir mit einer Vereinbarung auf Dich zu, damit Du an der Gutscheinlösung über CTS EVENTIM teilnehmen kannst.
 
Bei Fragen wende Dich einfach an Deinen Ansprechpartner im Vertrieb.

Mit vielen Grüßen

CTS EVENTIM AG & Co. KGaA

 

 

Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht

Die Regelung, die der Bundestag am Donnerstag (14.05.2020) beschlossen hat, sieht vor: Statt den Ticketpreis zu erstatten, reicht es aus, wenn der Veranstalter Kunden einen Gutschein ausstellt. Einzige Ausnahme: Wer finanziell auf die Rückerstattung angewiesen ist, soll den Anspruch behalten.
Diese "Härtefallregelung" ist der Grund, warum das Gesetz nicht schon vergangene Woche beschlossen wurde. Die SPD wollte sie für mehr Menschen öffnen, die Union warnt: Das wäre der Ruin für viele Kulturschaffende.
Und auch Verbraucherschützer sind skeptisch: Sie sehen die Rechte der Kunden verletzt.
''Die Krise bringt auch Verbraucher in finanzielle Schwierigkeiten“, sagt Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale NRW, "daher sollten sie selber entscheiden, ob sie Unternehmen unterstützen." Viele würden das bereits freiwillig tun, sagt Bradler – eben diejenigen, die es sich leisten können.
Die Härtefallregelung geht ihm dabei nicht weit genug: ''Man wird sich am Ende darüber streiten, wann diese Ausnahmen gelten und wann nicht. Und es ist schwierig für Verbraucher zu beweisen, dass sie genauso auf das Geld angewiesen sind wie das Unternehmen.''
Dazu komme, dass das Gesetz rückwirkend für bereits gekaufte Tickets gelten soll. Darin sieht die Verbraucherzentrale einen Verstoß gegen die Verfassung. Die Kunden würden quasi dazu verpflichtet, den Veranstaltern einen Zwangskredit zu gewähren. 
Gutscheine sollen vor der Pleite retten
Neben der Härtefallregel gibt es noch einen zweiten Weg, wie Verbraucher den Ticketpreis erstattet bekommen können: Die Gutscheine sollen bis Ende 2021 gelten – wer seinen bis dahin nicht abruft, darf das Geld vom Veranstalter zurückfordern. Doch das geht natürlich nur, wenn der nicht inzwischen pleite gegangen ist. 

 

 

 

Am 15. Mai wird der Stuttgarter Konzertveranstalter Michael Russ 75 Jahre alt. Im Gespräch mit MusikWoche macht er sich Gedanken über eine Branche im Wandel. Hier Auszüge:
Ich stelle nur fest, dass die Livebranche am stärksten gebeutelt ist - unsere Veranstaltungsräume wurden als erste geschlossen, und ich befürchte, dass wir die letzten sind, die dann wieder in geöffnete Konzertsäle dürfen. Von daher haben wir wahrscheinlich eine sehr lange Zeit zu überbrücken.
Die Konzertsaison der SKS beginnt im Oktober, aber noch ist offen, ob wir zu dem Zeitpunkt unseren Besuchern wieder Konzerte anbieten können. Was mich in dem Zusammenhang irritiert, ist die Tatsache, dass von der Politik die Anliegen unseres Verbandes, der gerade in diesen Zeiten eine hervorragende Arbeit leistet, nicht richtig wahrgenommen werden. Dort beschäftigt man sich derzeit lieber mit den Fußballspielen in der Bundesliga. Und wir sprechen hier in der Livebranche von einem Umsatz von fünf Milliarden Euro und 110 Millionen Zuschauern. Es geht hier nicht zuletzt um Schicksalsfragen für Musiker. Von den rund 70.000 Musikern in Deutschland sind nur 17.000 sozialversicherungspflichtig fest angestellt, aber 53.000 sitzen nun auf der Straße und wissen nicht, wie und wann es weitergeht. Die drei Fußballligen bleiben hinter diesen Zahlen doch weit zurück.

aktuelle Rückantwort des Reservix Buchungsystems u.a. zur Time Warp Rückabwicklung:


Sehr geehrter Herr Lambert,
 
es tut mir leid, dass sich der Prozess der Rückabwicklung aktuell stark verzögert und Sie bisher nicht die Rückmeldung bekommen haben, die Ihnen versprochen wurde.

Reservix wurde bereits über den Ausfall der Veranstaltung informiert, jedoch liegt die Bearbeitungszeit für Rückabwicklungen aufgrund der hohen Anzahl an Absagen / Verlegungen aktuell bei mehreren Wochen.

Wir können Ihnen versichern, dass wir unser Bestes geben, sowohl für die Ticketkunden als auch für unsere Veranstalter und Vorverkaufsstellen, um die Krise gemeinsam zu meistern und im besten Fall gestärkt daraus hervorzugehen. Wir bitten daher erneut um Verständnis, dass es einige Zeit dauern kann, bis die Tickets erstattet werden können.
 
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Bis dahin bleiben Sie gesund.

Freundliche Grüße

Marina Pundt
Vorverkaufsstellen-Service

 

Musikwoche vom 12.05.2020
Klaus-Peter Schulenberg macht sich für Gutscheinlösung stark

Anfang April verabschiedete die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur sogenannten Gutscheinlösung. In einem Interview mit dem "Stern" verteidigt CTS-Eventim-CEO Klaus Peter Schulenberg die Gutscheinlösung erneut.

Anfang April verabschiedete die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur sogenannten Gutscheinlösung. Demnach sollen Ticketkäufer bei abgesagten Events Gutscheine und kein Bargeld erhalten.

Bereits damals begrüßte CTS Eventim in einer ersten Stellungnahme die Initiative des Bundeskabinetts. Nun hat CTS-Eventim-CEO Klaus-Peter Schulenberg in einem Interview mit dem "Stern" erneut die Gutscheinlösung verteidigt.

Er könne zwar verstehen, dass viele Kunden von CTS Eventim wütend seien, da sie Geld bezahlt hätten und "jetzt die Leistung nicht oder zumindest nicht zu dem verabredeten Termin" bekommen.

"Wir haben sicher als Eventim versäumt, klarer deutlich zu machen, dass nicht wir das Geld dem Kartenkäufer schulden, sondern die Veranstalter", äußerte sich Schulenberg im "Stern".

Der Chef von CTS Eventim glaubt, wenn "alle Veranstalter jetzt die Eintrittsgelder zurückzahlen müssten", dass "zwei Drittel von ihnen in Deutschland und Europa in Konkurs gingen". Daher unterstützt CTC Eventim laut Schulenberg "für die gesamte Branche die von der Bundesregierung angedachte Gutscheinlösung".

Allein in Deutschland seien im Zeitraum 15. März bis 31. August 2020 rund 86.000 Veranstaltungen, für die CTS Eventim Tickets verkauft habe, von Absagen oder Verlegungen betroffen, berichtet Schulenberg.

Das neue Gesetz sieht vor, dass die Veranstalter die vor dem 8. März 2020 bezahlten Entgelte für abgesagte Konzerte oder andere Events als Liquidität zur Begleichung ihrer laufenden Kosten behalten dürfen. Der Veranstalter darf den Käufern für vor dem 8. März erworbene Tickets anstelle einer Erstattung in der Regel einen Gutschein geben.

Nur in Ausnahmefällen können Kartenbesitzer ihr Geld zurückerhalten. Sollte der Gutschein bis zum 31. Dezember 2021 nicht eingelöst worden sein, bekommen Kunden ihr Geld zurück. Zudem plant die Regierung auch Härtefallklauseln für alle Kunden, für die ein Gutschein wegen ihrer "persönlichen Lebensumstände" nicht zumutbar wäre.

 

eventim update 06.05.2020:

Lieber Geschäftspartner,
 
die COVID-19-Pandemie stellt unsere Branche vor bislang unvorstellbare Herausforderungen. Aktuell sind mehr als 155.000 Live Entertainment-Veranstaltungen in Deutschland und Europa von Verschiebungen und Absagen betroffen. Durch die bestehenden Veranstaltungsverbote, deren Ende bislang nicht absehbar ist, sind wir alle nicht mehr in der Lage, unseren Kunden die Live-Erlebnisse zu bieten, die sie bei uns gebucht haben. Die Folgen für die deutsche Kulturbranche sind dramatisch und ohne unterstützende staatliche Maßnahmen droht der Kollaps weiter Teile davon.
 
Die Bundesregierung hat darauf mit einer Gesetzesinitiative zur sogenannten „Gutscheinlösung“ reagiert. Über den Formulierungsvorschlag für den „Entwurf eines Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht“ haben wir Dich bereits per E-Mail informiert. Die Gutscheinlösung ist ein großer Erfolg unserer Bemühungen und ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt in Deutschland.
 
Das Gesetz ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht verabschiedet. Dies wird voraussichtlich Mitte Mai 2020 erfolgen. Vor diesem Zeitpunkt gibt es keinen Anspruch auf einen Gutschein. Die aktuelle Fassung des Gesetzentwurfs enthält u. a. eine Härtefallklausel für Fälle, in denen für den Ticketinhaber der Gutschein unzumutbar ist. Derzeit werden weitere Details auf politischer Ebene diskutiert. Außerdem sieht das Gesetz eine Barauszahlung vor, sofern die Einlösung des Gutscheins nicht bis Ende 2021 erfolgt ist. Darüber hinaus entscheidet der Veranstalter ob und wann ein Event nachgeholt wird und ob er nach Inkrafttreten des Gesetzes die Gutscheinlösung nutzen möchte.
 
Uns ist bewusst, dass die aktuelle Situation zu viel Unmut bei einzelnen Ticketkäufern führt. Auch wenn wir bereits unter Hochdruck an einer technischen Lösung der erwarteten Regelung arbeiten, müssen auch wir das finale Gesetz abwarten, um alle relevanten Details in unsere Entwicklungen einfließen zu lassen. Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes müssen wir also an die Geduld unserer Endkunden appellieren.
Mit vielen Grüßen

CTS EVENTIM AG & Co. KGaA

 

update 04.05.2020

diese beiden Sätze prägen momentan die Kommunikationsversuche mit den Buchungssystemen:

"Bitte berücksichtige, dass die Bearbeitung aufgrund der aktuellen Lage viel Zeit in Anspruch nehmen wird"
"Sollte keine Freigabe eingerichtet sein, bitten wir noch um Geduld"

 

update 17.04.2020, 27.04.2020

Liebe Freunde und Kunden,

mit dem Beschluss der Bundesregierung vom 15.04.2020 wird der kulturelle Lockdown bis mindestens 31.08.2020 fortgesetzt. Von Krimidinner bis Nature One, von Kammgarn bis König der Löwen, alles steht still. Diese Situation ist eine existenzbedrohende Krise für die gesamte Live Entertainment Branche, natürlich auch für den popshop Ticketservice.

Was passiert mit den Tickets für ausgefallene Events wegen der Corona Krise ?

 

Das hier sind die wahrscheinlichsten Abläufe:

- Es gibt einen Ersatztermin, die Karten bleiben gültig. Storno situationsbedingt

  nicht möglich.

- Event findet nicht statt, der Veranstalter zieht die Option der Gutscheinregelung,

  die dieser Tage als Gesetz verabschiedet wird.

- Event findet nicht statt, der Veranstalter zahlt die Eintrittsgelder zurück     

  Die Modalitäten werden dann kommuniziert.

- Worst Case Scenario, Event findet nicht statt, Veranstalter meldet Insolvenz an.

  Dann sieht es für eventuelle Rückzahlungen schlecht aus.

 

Aktuell hinken immer noch die Buchungssysteme mit Updates hinterher, bei Fragen zu Ersatzterminen bitte die Webseiten der Location oder der Künstler checken.